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Sechs Klassen besuchen die Gedenkstätte Neuengamme

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Foto links: Im ehemaligen Konzentrationslager Neuengamme gab es auch ein Gefängnisgebäude, wo teilweise bis zu acht Häftlinge in einer kleinen Zelle über Wochen untergebracht waren, wie der Guide Jakob Richter den Schülern der 9d verdeutlicht.
Foto rechts: Der Guide Thomas Köpernick gibt der Schülergruppe 10f einen Überblick über die verbliebenen Gebäude, in denen die Gedenkstätte eingerichtet wurde.

In der Adventszeit 2025 besuchten sechs Klassen der KGS Drawehn-Schule Clenze (9. Jahrgang Haupt- und Realschule sowie zwei 10. Gymnasialklassen) die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg. Begleitet wurden sie von ihren GSW-Lehrkräften sowie vom Oberstufenkoordinator, Herrn Hänel, und dem stellver­treten­den Fachbereichsleiter, Stefan Zauner.

80 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus hinterließen die historischen Orte und die dort vermittelten Schicksale einen tiefen Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern. Die Guides der Gedenkstätte führten die Klassen fachkundig über das weitläufige Gelände, erläuterten die Abläufe im Lager und machten an vielen Stationen die unmenschlichen Lebensbedingungen der Inhaftierten eindrücklich nachvollziehbar.

Zwischen 1938 und 1945 waren rund 100.000 Menschen im Konzentrationslager Neuen­gamme inhaftiert. Sie wurden zur Zwangsarbeit in der Ziegelei und beim Bau eines Elbkanals eingesetzt – unter extremen Bedingungen, bei mangelhafter Ernährung, unzureichender Unterbringung und ständiger Gewalt. Tausende Häftlinge starben an Erschöpfung, Krank­heiten oder wurden ermordet.

Unter den Inhaftierten befanden sich jüdische Menschen, politische Gegner des Regimes, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen sowie Kriegsgefangene aus Osteuropa. Nur wenige überlebten das Lager. Besonders tragisch war der Tod mehrerer Tausend Häftlinge am letzten Kriegstag, als Gefangenenschiffe – darunter die „Cap Arcona“ – in der Lübecker Bucht versehentlich von den Briten bombardiert wurden.

Mit vielen neuen Eindrücken, historischen Erkenntnissen und einer spürbaren Betroffenheit kehrten die rund 120 Schülerinnen und Schüler nach Clenze zurück. Die weitere Auseinan­dersetzung mit dem Besuch erfolgt im Geschichtsunterricht.

Stefan Zauner, kommissarischer FBL GSW

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