Austauschaktivitäten

Informationen zum Austausch mit Frankreich/Viarmes - Bonjour, Paris!


Informationen zum Austausch mit Schweden/Skara
 

Informationen zum Austausch mit Polen/Objierze (ruht zur Zeit)
 

   

Frankreich/Viarmes

(zum Comenius-Projekt)

28.02.-09.03.06

Besuch unserer Gruppe (ca. 35 SchülerInnen mit 2 Lehrern) in der Région parisienne

25.04.-04.05.06

ca. 25 SchülerInnen aus Viarmes (bei Paris) sind in Clenze zu Gast, mit 3 begleitenden Lehrern - zum Bericht 2005

  

Polen/Objierze

(zum Bericht über den Schüleraustausch in Polen 2003)

11.06.-17.06.06

18 Clenzer SchülerInnen zu Gast in Objierze

25.06.-01.07.06

Gegenbesuch der SchülerInnen aus Objierze in Clenze

  

Unser Austausch mit Frankreich - Bonjour, Paris!

Die Drawehn-Schule Clenze pflegt eine mittlerweile 10jährige Freundschaft mit dem Collège Blaise Pascal in Viarmes. Jedes Jahr fährt eine Schülergruppe nach Viarmes, welches vor den Toren von Paris liegt, und empfängt anschließend ihre Austauschpartner in Deutschland.

Hier einige wichtige Informationen zur Orientierung:

  • Teilnehmerkreis: Klassen 7-8 (insg. 20-25 Schülerinnen und Schüler)
  • Unterbringung: in Gastfamilien
  • Dauer: 9-10 Tage
  • Kosten: ca. 220 Euro
  • Programmpunkte in Viarmes sind zum Beispiel: Teilnahme am Schul-, Alltags- und Familienleben, organisierte Unternehmungen in den Gastfamilien, insbesondere am Wochenende, Ausflüge nach Paris (Tour Eiffel, Louvre, Champs-Elysées, Musée d‘Orsay u.v.a.), Exkursion nach Versailles, gemeinsame Sportveranstaltungen und Projekte.
  • Programmpunkte in Clenze sind zum Beispiel: Teilnahme am Schul-, Alltags- und Familienleben, organisierte Unternehmungen in den Gastfamilien, insbesondere am Wochenende, Rundlingsfahrt im Wendland, Exkursionen nach Hamburg und Lüneburg, gemeinsame Sportveranstaltungen und Projektarbeit, z. B. im Jahre 2012 „Clenze und Viarmes in Bewegung“.
  • Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über die zuständige Fachkraft, die die Fahrt rechtzeitig ankündigt und auch die Anmeldeformulare verteilt.

Zusätzliche Informationen, Bilder und Tagebuchaufzeichnungen unserer erfolgreichen Schulpartnerschaft mit Viarmes finden Sie unten.

 

Unser Schüleraustausch mit Viarmes – das Konzept

Die Zusammenarbeit zwischen dem Collège Blaise Pascal und der Drawehn-Schule besteht schon seit 10 Jahren. Sie ging hervor aus der Kooperation von vier Schulen aus vier verschiedenen Ländern, die im Rahmen eines COMENIUS-Programmes der EU zusammen fanden. Nach Beendigung dieses Projektes bestand weiterhin der Wunsch, in engem Kontakt zu bleiben und möglichst vielen Schülerinnen und Schülern Begegnungen im Ausland zu ermöglichen. Das Unterzeichnen eines Schulpartnerschafts-Vertrages war nur eine logische Folge daraus.

Seit 2002 fahren nun regelmäßig ca. 20-25 Schüler zu ihrer Partnerschule im anderen Land, verbringen dort gemeinsam Schultage, Freizeit und organisierte Ausflüge. Unsere Partnerschule liegt in der Kleinstadt Viarmes, 30 Kilometer nördlich von Paris. Den Stadtkern von Paris erreicht man in weniger als einer Stunde, dank der sehr guten Nahverkehrs-Anbindung im Großraum Paris. Viele andere Attraktionen wie das Schloss von Versailles (ja, ja, und auch Eurodisney ...) sind ganz in der Nähe. Also: ein hochinteressantes Reiseziel.

Jeder Schüler ist allein in seiner Gastfamilie untergebracht, in diese integriert und nimmt an deren Alltagsleben teil. Hier kann unmittelbarer und "echter" als im Unterricht ein Einblick in die Kultur des Partnerlandes vermittelt werden, in Ähnlichkeiten (die Schüler-Rucksäcke tragen das gleiche Markenzeichen wie hier) und Unterschiede ("on fait la bise": man umarmt und küsst sich zur Begrüßung). Die wichtigste Erkenntnis gewinnt man während des Aufenthaltes ganz nebenbei. Wenn der Wille zur Verständigung da ist, dann gelingt sie auch: in der Sprache des Gastlandes, eventuell mit Hilfe des Englischen, notfalls gestützt von Körpersprache usw.

Die Jugendlichen werden hier im Unterricht zielgerichtet auf bestimmte Alltagssituationen vorbereitet und bekommen sprachliche Stützen an die Hand ("Entschuldigung, ich habe meinen Föhn vergessen."/ "Darf ich mir etwas zu essen machen?"/ "Ich müsste dringend mal zu Hause anrufen..."). Das Erlebte wird nach der Rückkehr im Unterricht wieder aufgegriffen und  aufgearbeitet.

Um Fördergelder zu erhalten, müssen von den organisierenden Lehrern Programme aufgestellt und pädagogisch erläutert werden, auch ein abschließender Erfahrungsbericht muss eingereicht werden. So stehen dann Besuchsprogramme unter dem Motto "Musik", "Technik" oder "Sport und Bewegung". Trotz gelegentlich lehrreicher Programmpunkte wird "Kopflastigkeit" vermieden und das gemeinsame Erlebnis mit Gleichaltrigen steht bei Ausflügen im Vordergrund.

Besonders hervorzuheben ist die enorme Bereitschaft unserer Eltern hier, durch ihr Engagement zum Gelingen des Austausches beizutragen. Ein fremdes Kind für etwa zwei Wochen in die Familie aufzunehmen, ist einerseits eine Bereicherung, andererseits aber auch punktuell eine Belastung. Bisweilen muss Fahrdienst geleistet werden; man macht sich auch Gedanken über das, was man dem Gast vielleicht noch bieten will. Und dann sind da noch diese beeindruckenden Abschluss-Büfetts mit leckeren Speisen aus Elternhand, die regelmäßig den begleitenden französischen Lehrern die Sprache verschlagen und ihnen die besondere Bedeutung vor Augen führen, die unsere Elternschaft den Frankreich-Kontakten beimisst.

Auch auf gemeinsamen Feiern entstehen zwischen den Schülern aus beiden Ländern enge Kontakte. Wie intensiv diese geworden sind, wird am Tag der Heimreise deutlich, wenn sich zum Teil erschütternde Abschiedsszenen abspielen. Tränen fließen in großen Mengen, und manche umschlungene Jugendliche können nur mit sanfter Gewalt voneinander getrennt werden. Erfreulich ist, dass viele die Beziehung zu ihrem Austauschpartner weiter pflegen, sich Briefe bzw. E-Mails schreiben oder sich auf privater Basis später wieder besuchen. Einige möchten auch im darauffolgenden Jahr wieder am Austausch teilnehmen.

All dies zeigt, dass unser Frankreich-Austausch lebendig ist und dass er die gesteckten Ziele erreicht. Er fordert Jugendliche auf, kulturelle Barrieren zu überwinden, freundschaftlich und tolerant miteinander umzugehen. Man muss den Austausch auch sehen als Bestandteil einer umfassenden Friedenserziehung. Er zeigt Wege auf für ein Miteinander in einer Zeit, in der Menschen nicht überall friedlich zusammenleben.

Nadine Fleischer


 

„Und wie war es nun wirklich?“ – Tagebuchaufzeichnungen  unserer Schülerinnen und Schüler und deren Gastfamilien

« Nous avons emmené notre corres allemande à Paris aujourd'hui: à l'exposition "beauté animale" au Grand Palais pour commencer, puis avons fait le tour des monuments en voiture, avec quelques arrêts photos (Les champs Elysées, Le Louvre, l'Hôtel de Ville, les Invalides, Notre Dame, La Tour Eiffel, l'Arc de Triomphe). Ça a eu l'air de lui plaire. »

„Beeindruckend waren für mich die langen Essen in der Familie mit mehreren Gängen. Es hat immer lecker geschmeckt und ich habe mich gefühlt wie „Gott in Frankreich“.“

« Chez nous les week-ends sont particulièrement accès sur le hockey sur glace. Samedi, Mathieu disputait un match de championnat à Garges où notre corres allemande a pu découvrir l’ambiance froide d’une patinoire, suivi d’un réconfortant restaurant ! L’ambiance d’une maison remplie de garçons car ce week-end Mathieu avait un copain (du hockey sur glace) qui dormait à la maison. Elle a pu comprendre quelle était la course infernale des lessives et des remplissages des sacs de hockey entre deux matchs car dimanche matin, de nouveau match mais cette fois à Cergy !!Ensuite, bowling avec une autre allemande…Oufff…un moment de répit avec la langue française !! Samedi avant le match, nous avons visité l’abbaye de Royaumont !! »

„In den französischen Schulen sind die Toiletten nur in den Pausen geöffnet. Außerdem darf man das Schulgelände nicht so einfach verlassen, ein geschlossenes Tor verhindert das. Die Lehrer sind sehr streng und meist sehr ernst.“

«  Pour les sorties, hier nous sommes allés sur Paris et nous avons été au Palais de la Découverte, sur l’Arc de Triomphe et au Sacré Cœur à Montmartre. Puis, on a fait un petit tour à Pigalle et un petit tour à Saint Michel dans un magasin de disque, mais il pleuvait trop pour faire un vrai tour sur les quais etc…La journée a donc été bien remplie. »

„Das Wochenende war traumhaft. Wir haben Mickey Mouse und Donald Duck im Eurodisney gesehen. Anschließend haben wir gut gegessen. Am Ende des Menüs gab es wie immer leckeren Käse…“

„Heute ist ein neuer Schultag, der schon um 8:00 Uhr startet. Anstrengend, denn gestern waren wir bis 1:00 Uhr in Paris und mit einem kleinen Schiff auf der Seine unterwegs. Der Eiffelturm blinkt nachts mit seinen Lichtern…“

 

Schüleraustausch mit Schweden

Bereits fünfmal hat der Schüleraustausch mit der Teglaskolan in der südschwedischen Stadt Skara stattgefunden. Skara liegt etwa 20 km vom südlichen Ufer des größten schwedischen Sees Vänern entfernt zwischen den etwas größeren Städten Lidköping und Skövde.

Viele der Tegla-Schüler lernen Deutsch, da unsere Schüler/innen aber kein Schwedisch lernen, unterhalten sich alle auf Englisch.

Neben der Teilnahme am Unterricht gibt es ein buntes Beiprogramm: eine Stadtführung in Skara, eine Rundreise in der näheren Umgebung, die u.a. zum Naturschutzgebiet Hornborga See und zu der mittelalterlichen Klosterruine Varnhem führt, eine Tagesfahrt auf eine Schäreninsel vor der schwedischen Westküste, die Besteigung des Tafelberges Kinnekulle mit Aussicht über den Vänernsee, eine Führung im Schloss Läckö und vor der Abschiedsfeier am letzten Abend noch einen Shopping-Ausflug nach Skövde. Manchmal bietet sich auch noch die Gelegenheit, das Wikingerschiff Sigrid Storrada zu besichtigen oder einen echten Elch zu treffen.

Die Freizeit verbringen die Clenzer Schüler/innen mit den Familien und Freunden ihrer Austauschpartner und erleben so schwedischen Alltag, den man ja als Tourist nicht kennen lernt.

Bei ihrem Besuch im Wendland interessieren sich die Schweden sehr für die ehemalige deutsch-deutsche Grenze und besuchen gemeinsam mit den deutschen Austauschpartnern eine KZ-Gedenkstätte und im Anschluss entweder Lüneburg oder Celle. Beliebte Programmpunkte sind auch der Ausflug in den Heidepark und der Drachenboot-Wettkampf auf dem Gartower See.

Frau Busse und Frau Prigge begleiten den Austausch.

 

 

Unser Austausch mit Polen (ruht zur Zeit)

 

Die Zusammenarbeit zwischen der polnischen Schule mit dem Namen Zespól Szkól im. Adama Mickiewicza in der kleinen Stadt Objezierze im Landkreis Oborniki und der Drawehn-Schule besteht seit vielen Jahren. Die Schule ist nach dem polnischen Dichter Adam Mickiewicz benannt, der von 1798 – 1855 lebte und „als Ausdruck der polnischen Seele, der romantisch-rebellischen Natur der Nation und des historischen Bewusstseins des Volkes bezeichnet werden kann“  (Paul Dedecius, 1994). Das Hauptgebäude der Schule ist ein altes polnisches Schloss, das unter hohem Aufwand liebevoll restauriert wurde und inzwischen von der polnischen Adelsfamilie der Schule geschenkt wurde.

 

Im August 2001 waren Lehrkräfte unserer Schule zum ersten Mal zu Gast in Polen, um erste Kontakte zu knüpfen. Daraus entwickelten sich eine gemeinsame Arbeit im Rahmen des Comenius / Sokrates Projektes sowie Schülerbesuche beider Seite und es wurde ein Partnerschaftsvertrag geschlossen. Regelmäßig einmal jährlich findet ein Austauschbesuch statt, der vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk in Potsdam bzw. Warszawa finanziell gefördert wird. Die deutschen Schüler sind oft in polnischen Familien untergebracht wie auch die polnischen Gäste hier in Deutschland.

 

Ausflüge in Städte und zu sehenswerten Punkten der Region stehen auf den Programmen beider Länder. Die Unternehmungen werden gemeinsam durchgeführt und so entsteht schnell eine freundschaftliche Verbindung zwischen den Jugendlichen, die auch nach dem Besuch in Form von Briefen, Telefonaten, SMS und e-Mails weiter geführt wird. Sprachliche Barrieren werden von beiden Seiten schnell überwunden. Die polnischen Gäste haben in der Schule schwerpunktmäßig entweder Deutsch oder Englisch gelernt und kennen auch die jeweils andere Sprache in Grundzügen. Zum Vorbereitungsprogramm der deutschen Gruppe gehört das Erlernen eines kleinen polnischen Wortschatzes für den Alltagsgebrauch. Dieser Sprachkurs wird in Clenze von polnischstämmigen Deutschen aus dem Umfeld der Schule durchgeführt. So geht es bei den Begegnungen oft dreisprachig zu.

 

Dieser lebendige Austausch trägt dazu bei, Vorurteile gegenüber den Menschen des anderen Landes abzubauen und gibt Gelegenheit, Land und Leute aus eigener Anschauung zu erleben. Dieses wiederum hilft Toleranz zu üben und Andersartiges anzunehmen. Hin und wieder ist durch den Austausch eine dauerhafte Freundschaft mit nachfolgenden Besuchen auf privater Ebene entstanden

 

Hansjürgen Kabus


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